Jeder von uns kennt dieses Problem bei der Arbeit und bevor ich mit dem Bullet Journal angefangen habe waren Klebezettel mein ständiger Begleiter. Ich hatte ein Blatt Papier und dort habe ich meine Zettel aufgeklebt, um die Übersicht zu behalten. Dass ich damit meiner Zeit weit voraus war, war mir nicht klar. Ich wusste nicht, was ich da eigentlich tue und dachte ich würde einfach nur gegen mein Chaos kämpfen.

Das Kanban-Board ist aber mehr, als einfach nur ein weißes Blatt Papier, auf das man Klebezettel klebt, um die Übersicht zu behalten. Das soll jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung über den Ablauf von Arbeitsprozessen werden. Ich bin auf dieses Thema gestoßen, weil ich immer wieder gefragt wurde, wie ich in meinem BuJo den Überblick und die Flexibilität behalte und das Kanban-Board ist so ziemlich das flexibelste Tool, was ich in meiner Arbeit mit dem BuJo kenne.

Dass man das Ganze privat nutzen kann, steht außer Frage, aber wo kommt es eigentlich her? Dieser Beitrag auf meinem Blog ist nur der erste Teil einer Serie und by the way, ich schulde euch auch noch den Beitrag zum Key, aber das Ganze geht Hand in Hand, weshalb ich mich mit dem Beitrag zum Key noch zurückgehalten habe.

Das Kanban-Board kommt aus dem Japan der 40er Jahre und wurde in der Automobilindustrie von Toyoto entwickelt. Ziel war es, die Lagerbestände zu reduzieren und den Fertigungsprozess in einen gleichmäßigen Rhythmus zu bringen. Um das zu organisieren, musste eine Lösung her. Es wurde dabei darauf geachtet, dass alle Prozesse gleichzeitig und im Verlauf dargestellt werden mussten. So konnte man sehen, an welcher Stelle im Prozess man sich befand.

Das Stichwort ist also:

Visualisierung des Workflows

Jetzt wird auch klar, was das Ganze mit dem Bullet Journal zu tun hat. Wenn ich an die Arbeit denke, war ich besonders bei der Organisation und Planung von Projekten überfordert. Dann fragt man sich, was muss ich überhaupt tun, um ein Projekt zu realisieren? Das ist aber nicht nur bei der Arbeit so, sondern auch bei privaten Projekten, wie der Organisation einer Hochzeit. Jetzt fragst du dich vielleicht, ob dafür eine einfache To-Do-Liste mit Haken am Ende nicht ausreicht. Die klare Antwort darauf ist nein, denn ich sehe nicht, wo ich im Prozess stehe, nur weil einzelne Schritte erledigt sind. Dafür liefert das Kanban-Board noch zwei weitere Spalten und genau diese sind essentiell, um einen Prozess darzustellen und nicht einfach nur eine Liste zu haben, die man abhakt.

Welche zwei Spalten kommen im Kanban-Board also noch dazu?

Neben To-Do (zu tun) gibt es noch die Spalten Doing (in Bearbeitung) und Done (Erledigt). Wie das in der Praxis aussieht und vor alles wie es plastisch aussieht, möchte ich in meinem nächsten Beitrag zeigen.

Es ist nicht schwer, das Kanban-Board zu verstehen, aber ist ein Prozess, der bei mir einiges im Kopf verändert hat, weil diese Art der Darstellung des Arbeitsflusses mir den Stress genommen hat, einfach nur Listen abzuhaken, sondern auch Erfolge zu sehen und an Projekten dranzubleiben. Ich hoffe, dass ich dir damit helfen kann, deine Arbeitsorganisation zu überdenken.