Im Unterricht werde ich immer wieder angeschaut, wenn ich mehr als einen Stift neben mir liegen habe, weil die meisten nicht verstehen können, was ich da tue. Das Bullet Journal hat mein Mindset auch in dieser Hinsicht verändert. Ich denke nicht mehr in der Box, so wie andere, die einfach abschreiben, was sie auf den Folien sehen. Wie soll ich die Inhalte lernen, wenn ich sie einfach nur abschreibe? Das sind nicht meine Worte, sondern die Worte des Dozenten. Wenn ich die Sachen einfach nur abschreiben würde, könnte ich beim Lernen zu Hause nochmal von vorn anfangen.

Das macht für mich keinen…

…Sinn. Leider haben wir aber das Problem, dass viele gar nicht wissen, was für Möglichkeiten sie haben. Man sieht auf meinem Instagram Kanal https://www.instagram.com/madlen_peilke/ dass Visualisierungen ein großer Teil meines Alltags sind. Aufgrund meiner Erfahrungen in der Vergangenheit habe ich irgendwann angefangen wieder kreativ zu sein und damit auch in Bildern zu denken. Ich möchte damit nicht mehr aufhören, weil es mich so viel weiter gebracht hat.

Leider ist die Box, die uns umgibt nicht besonders groß und es gibt Konventionen. Wie ich bereits am Anfang geschrieben habe, werde ich immer noch komisch angeschaut, wenn ich meine Notizen male. Bei Präsentationen, die man selbst hält, werden die Regeln meist vorgegeben, wie die Präsentation auszusehen hat. Es gibt in den meisten Firmen so etwas wie ein Corporate Design und aus diesem sollte man nicht ausbrechen. Das ist nicht das, was ich mit diesem Artikel hier sagen möchte.

Es gibt auch Menschen, die keine visuellen Typen sind und dennoch behalten wir sehr viel von dem was wir hören wenn wir Dinge sehen und hören. Es gibt also die Möglichkeit, Corporate Design und think-ouside-the-box miteinander zu kombinieren, indem man einzelne Symbole verwendet.

Was aber hat mich überhaupt auf die Idee gebracht, so zu visualisieren? Wie gesagt, seitdem ich wieder richtig kreativ bin, ist das meine Methode auch im Unterricht mehr als nur einen Stift zu benutzen. Ich merke auch, dass sich bei mir viel verändert hat, seitdem ich nicht mehr alles mit dem Rechner mitschreibe, wenn wir Unterricht haben. Ich bin mit der Hand mittlerweile genauso schnell, wie andere mit dem PC, einfach weil ich meine Notizen auf das wesentliche begrenze.

Was mein Denken aber auch verändert hat, ist ein Buch, das ich kürzlich bekommen habe. Es heißt “Berufsalltag effektiv gestalten – Mit visuellen und kreativen Notizen.”. Die Autorin heißt Angela Altenbeck und hat auch einen Instagram-Kanal. Ich durfte mich bereits einige Male dort mit ihr austauschen und finde unsere Kommunikation sehr inspirierend. Das hier ist der Link zu ihrem Instagram-Profil:

https://www.instagram.com/sketchyourbusiness/

Das ist das Cover des Buches. Es hat 200 Seiten und ist voll mit Ideen zur Visualisierung im Berufsalltag

Sich bei diesem Thema umzustellen erfordert sicherlich Mut und ist nicht ganz einfach, weil man am Anfang vielleicht Angst hat, dass man sich nicht mehr so viel merkt wie früher, aber das muss nicht so sein. Man kann Visualisierung üben indem man privat damit anfängt. Warum nicht mit einem privaten Thema anfangen? Ich habe erst ein Foto bei Instagram geteilt, dass sich mit der Visualisierung von Urlaub beschäftigt und war erstaunt, was mein Kopf alles möglich gemacht hat.

Wenn ich das jetzt auf meine Ausbildung beziehe, kann ich sagen, dass sich das Umdenken auf jeden Fall gelohnt hat. Ich habe kürzlich einen Kurzvortrag zum Thema Notizen gehalten und war auch dort überrascht, wie gut man hier mit Bildern arbeiten kann.

Hier ist das Handout der Präsentation.

Ich habe mich beim Einsatz der Farben exakt an meine Farbwahl in der Präsentation an sich gehalten und auch die Ideen aus dem Buch von Angela umgesetzt. Ich möchte jetzt nochmal zwei Beispiele aus dem Handout herausgreifen und an diesen erklären, wie Visualisierung funktionieren kann.

Das erste Beispiel ist der Wegweiser. Mit ihm kann man ganz simpel den Ablaufplan darstellen. Hier braucht es keine ausgefeilte Gliederung. Mit dem Wegweiser hat jeder sofort eine Idee, wo es hingeht und das im wahrsten Sinne des Wortes. Angela erklärt im Buch auf Seite 106, dass man neben dem Wegweiser im Notizbuch dann seine Notizen ergänzen kann. So kann man ihn aber auch in der Präsentation dem Plenum zur Verfügung stellen und interaktiv die Notizen ergänzen, wenn man über die technische Ausrüstung verfügt. So ist es also möglich mit nur wenigen Worten den gesamten Inhalt einer Präsentation darzustellen und sich trotzdem langfristig zu merken, worum es ging. Ich liebe diese Art der Darstellung.

Ein zweites Beispiel aus dem Handout sind die Notizzettel für die Notizen. Der graue Notizzettel mit den drei Fähnchen war für den Punkt 2 gedacht – die Bedeutung von Notizen. Ich habe in meiner Präsentation erzählt, dass Notizen unsere Gedanken visualisieren, dass es aber noch mehr Möglichkeiten gibt, wie zum Beispiel Zeichnungen und dass wir eigentlich immer nur ein gutes Notizbuch und einen Stift dabei haben sollten. So hätte man sich auf den drei Fähnchen die drei Wörter Gedanken, Zeichnungen und Notizbuch+Stift vermerken können. Auf dem Notizzettel an sich wäre dann Platz gewesen um sich aufzuschreiben, wo man das selbst einsetzen möchte.

Mein Handout ist sicherlich nicht perfekt, aber das war auch gar nicht mein Anspruch. Ich wollte einfach zeigen, was es mir gebracht hat, meine Komfortzone zu verlassen und mir eine neue aufzubauen, die ich immer wieder verändern kann.

Ich möchte jetzt abschließend nochmal ein paar Worte zum Buch an sich verlieren. Es ist klar strukturiert, schlüssig aufgebaut und zeigt, dass auch jemand der kein Künstler ist, genauso mit Visualisierungen arbeiten kann. Das ist hier genauso wie beim Bullet Journal an sich und ich habe durch die Arbeit mit dem Buch für mich die perfekte Kombination gefunden, um auch mein Bullet Journal effektiv zu nutzen. Man bekommt beim Verlag Buch und E-Book für 24,99 Euro und diese Investition lohnt sich auf jeden Fall, wenn man seine Denkstrukturen und Gestaltungen im (Berufs-)Alltag verändern möchte.

Das ist der Link zum Verlag, wenn sich jemand das Buch mal genauer anschauen möchte: https://www.mitp.de/BUSINESS/Sketchnotes/Berufsalltag-effektiv-gestalten.html

Ich bin dankbar, dass ich Angela auf Instagram kennengelernt habe und so an meiner Art Notizen zu machen etwas verändern konnte. Jeder der das auch tun möchte, sollte sich das Buch mal anschauen. Es dauert auch nicht wirklich lange es zu lesen. Es kommt viel mehr darauf an, die Ideen umzusetzen und im Alltag einzubauen.

Diese Woche kommt noch ein Notizbuchtest, der etwas mit dem Kanban-Board zu tun hat und damit im Grunde auch mit meiner Ausbildung zur Industriekauffrau. Danke für das Lesen dieses Beitrags und noch einen schönen Tag.

Deine Madlen