Warum gibt es heute keinen kompletten Titel? Weil ich diesen Anfang mit mehreren Punkten beenden könnte. Und genau darum soll es heute gehen. Kopie und Inspiration gehen so nah nebeneinander und die Unterscheidung besonders im kreativen Bereich ist unfassbar schwer. Und ich möchte dir heute mal eine Geschichte dazu erzählen, die zeigt, wie schmal der Grat wirklich ist.

Kopie und Inspiration

Es ist diese Seite, die durch die Inspiration einer anderen Person entstanden ist. Es ist Daniel. Hier findest du seinen Instagram-Account: https://www.instagram.com/danielverovic/

Ich habe diese Seite in seiner Insta-Story gesehen und sofort genauso gestaltet. Damit fällt die Seite aus dem Thema des Monats aber raus. Warum habe ich das gemacht? Die Antwort ist ganz einfach: Ich wollte es so.

Warum erzähle ich diese Geschichte über Kopie und Inspiration?

Eigentlich habe ich die Seite nicht kopiert. Es gibt auch einige Details, die anders sind. Ich habe mich inspirieren lassen. Es geht um etwas viel tieferes. Ich habe den Buchtracker angelegt, weil ich wirklich lese. Ich würde ihn nicht benutzen, wenn ich nicht lesen würde und dann hätte ich ihn nicht anlegen müssen. Und dann wäre er auch wirklich eine nutzlose Kopie.

Worum es beim Bullet Journal geht.

Es geht darum, dass du an dir und deinem Leben etwas ändern kannst, wenn du mit verschiedenen Dingen nicht zurecht kommst. Du kannst zum Beispiel Ordnung in deinen Kopf bekommen, zuverlässiger werden oder auch einfach nur Gewohnheiten entwickeln, die dich weiterbringen. Wie aber kannst du dich weiterentwickeln, wenn du Dinge aus dem Leben anderer kopierst, die dich nicht weiser und zu einem besseren Menschen machen. Wenn du diesen Buchtracker jetzt kopierst, wirst du deshalb mit dem Lesen anfangen? Wenn dich eine Seite dazu inspiriert eine neue Gewohnheit aufzunehmen, dann ist das super.

Was ich mit meinem Artikel nicht sagen möchte

Es geht nicht darum, dass es nicht auch mal Seiten in deinem Bullet Journal geben darf, die leer sind. Das gehört zum Lernprozess deines Lebens mit dem Bullet Journal dazu. So lernst du dich und dein Leben besser kennen und kannst ganz viel von dir lernen. Du nimmst das für dich mit und verstehst, was das Bullet Journal alles für dich besser und leichter machen kann.

Du solltest im Bullet Journal aber nicht das Leben einer anderen Person leben. Es ist dein Bullet Journal und es soll dir helfen. Ich sehe so oft einfach nur leere Seiten auf Instagram, die geteilt werden. Ich ich glaube sehr oft bleiben diese Seiten auch leer. Sie werden geteilt, weil eine Seite gerade im Trend ist. Letztendlich ist das nicht mein Problem, weil es weder mein Leben noch mein Bullet Journal ist.

Es ist schlichtweg aber auch Zeitverschwendung, denn die Person die einfach kopiert nimmt sich selbst damit die Möglichkeit zu wachsen. Ich möchte dir einfach zeigen, dass du dich nicht von den sozialen Medien unter Druck setzen lassen darfst. Wenn du eine Seite siehst, die dich inspiriert, dann nutze sie und mach deine Seite draus. Das nimmt dir den Druck, dich mit einer Vorlage zu vergleichen.

Was ich über meinen Buchtracker denke – Kopie oder Inspiration?

Du siehst, wie schmal dieser Grat wirklich ist. In meinen Augen ist eine Seite in einem Bullet Journal eine Kopie, wenn sie dich nicht weiterbringt, wenn sie leer bleibt oder wenn du nur einem Trend hinterher läufst. Wenn eine Seite mal leer bleibt, ist das kein Weltuntergang. Dann solltest du daraus etwas für dich lernen. Ich habe in der Anfangszeit mit dem Bullet Journal auch immer mal wieder leere Seiten gehabt und das war ok. Auch heute schaffe ich es über den Tag manchmal nicht, mein Bullet Journal in die Hand zu nehmen. Auch das ist ok.

Das Bullet Journal erwartet keine Perfektion von dir. Nur du selbst kannst diese Perfektion erwarten. Deshalb darfst du dich nicht für andere verbiegen. Das gilt übrigens auch, wenn du dein Bullet Journal gar nicht auf den sozialen Medien teilst.

Ich finde meinen Buchtracker sehr schön, weil er meiner ist und weil er mir helfen wird, meine Gedanken zu den Bücher, die ich lese festzuhalten. Dabei ist es ok, dass meine Seite von der von Daniel weit entfernt ist. Ich habe einen komplett anderen Stil.

Ein letzter Gedanke

Beim Thema Kopie denken viele daran, dass es bedeutet, eine Seite zu übernehmen, aber nicht zu sagen, woher man die Inspiration hatte. Das ist richtig, aber nur ein oberflächlicher Gedanke. Dahinter steckt die Angst, dass jemand merken könnte, dass man keinen eigenen Stil hat. Es kann auch passieren, dass man etwas sieht und einfach vergisst, woher es war. Das kann passieren. Fehler sind menschlich. Mach aber niemals den Fehler und versuche das Leben einer anderen Person zu leben oder das Bullet Journal einer anderen Person zu führen.

Was konntest du aus diesem Artikel für dich mitnehmen? Schreib es gern in die Kommentare.

Ich wünsche dir jetzt noch einen wunderschönen Tag, Mittag, Abend oder eine gute Nacht, wann auch immer du diesen Artikel liest.

Bye und Shalom,

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